Samstag, 26. Mai 2018

Fußgänger, Autos, Radfahrer und der Öffentliche Nahverkehr. All das zusammen ergibt ein Mix aus Interessen, Konflikten und viel Verbesserungspotenzial. Beim „Masterplan Mobilität 2030“ will die Stadt in den nächsten Jahren anpacken und die Situation verbessern – und dazu die Bürger mit beteiligen.

Der sogenannte „Masterplan Mobilität 2030“ soll in den nächsten Jahren den gesamten Verkehr in Dortmund verbessern. Der Verwaltungsvorstand hat am 9. Januar das Zielkonzept des Plans an die politischen Gremien weitergeleitet. Beim Zielkonzept geht es um die Förderung des Fuß- und Radverkehrs und die Aufwertung von Straßen und Plätzen.

Was ist der „Masterplan Mobilität 2030“?


Der Name enthält schon den zeitlichen Rahmen. Bis zum Jahr 2030 soll sich in Sachen Verkehr in Dortmund einiges tun. Es gibt verschiedene Felder, die beim Masterplan eine Rolle Spielen. So soll nicht nur der Verkehr für alle Beteiligten (Autofahrer, Fußgänger, Radfahrer) verbessert werden. Es geht auch um Themen wie Erreichbarkeit, Umweltauswirkungen, Förderung des Fuß- und Radverkehrs sowie des öffentlichen Nahverkehrs, Verkehrssicherheit, Verbesserung des Wirtschaftsverkehrs und um Verschönerung von Straßen und Plätzen.

Die Linie der U47 zwischen Aplerbeck und Westerfilde wird die B1 künftig in einem Tunnel unterqueren. Foto: Christian Bohnenkamp/DSW21 B80
Wie kann der Öffentliche Nahverkehr zusammen mit den anderen Verkehrsarten verbessert werden? Foto: Christian Bohnenkamp/DSW21

Es geht im Jahr 2019 los. Alle fünf Jahre sollen dann der Erfolg und die Ergebnisse des „Masterplans Mobilität 2030“ überprüft werden. Hat sich etwas getan? Wo kann sich noch etwas verbessern? Was kann noch besser gemacht werden? Um all diese Fragen kümmert sich der Arbeitskreis.

Wer sitzt im Arbeitskreis des Masterplans?

Der Allgemeine Deutsche Automobil Club (ADAC) und der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC).  Zudem auch die DSW21, Polizei und Fachleute aus Tiefbauamt und Wirtschaftsförderung. Verschiedene Beiräte (Nahmobilität, Naturschutzbehörde) und andere Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft.

Wie geht es weiter?

Der „Masterplan Mobilität 2030“ sieht vor, über eine Spanne von knapp zehn Jahren besagte Punkte Stück für Stück zu verbessern. Im Frühjahr 2018 will der Rat der Stadt Dortmund über die thematischen Teilkonzepte und deren genaue Ausarbeitung entscheiden. Es geht im Grunde genommen um drei Teilkonzepte, die vom Arbeitskreis und den Bezirksbürgermeistern als wichtig eingestuft worden sind. Der Fußverkehr und die Barrierefreiheit. Der Radverkehr und die Verkehrssicherheit. Und zudem der ruhende Verkehr und der öffentliche Raum. Auch die Elektromobilität soll eine wichtige Säule dieses Masterplans sein.

Das Fahrrad, die Mobilität der Zukunft? Diese Leihräder stehen in der Dortmunder Innenstadt. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Können die Bürger sich beteiligen?

Die Herren in den Anzügen machen Entscheidungen an Schreibtischen und in Konferenzsälen. So oder so ähnlich klingen Anschuldigungen, wenn die Stadt ein Projekt an die Wand fahren würde. Aufgrund der Größe und des zeitlichen Rahmens von mehr als zehn Jahren wollen die Verantwortlichen an dieser Stelle aber nicht auf die wahren Experten auf der Straße verzichten.

Denn sind wir mal ehrlich: Es sind die Bürger, die jeden Tag auf den Straßen sind. Ihre Meinung ist Gold wert. Das sehen auch die Organisatoren des „Masterplans Mobilität 2030“ so und wünschen sich eine Beteiligung. Bürger können Ideen, Anregungen und zudem Fragen direkt via Mail an die Verwaltung und das Gutachterbüro schicken.

Bürger sollen sich beteiligen

Die Organisatoren wünschen sich eine rege Beteiligung der Bevölkerung. Bürger können ihre Ideen, Anregungen und Fragen direkt an die Verwaltung sowie an das Gutachterbüro per Mail an masterplanmobilitaet@dortmund.de richten.

Auf der Internetseite der Stadt Dortmund gibt es zum Thema „Masterplan Mobilität 2030“ regelmäßig Neuigkeiten.

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