Montag, 11. Dezember 2017

Viel neuer Wohnraum in der Innenstadt: Das Kronprinzenviertel wird laut der Stadt das größte innerstädtische Wohnbauprojekt der vergangenen Jahre. Die Firma beta Eigenheim plant etwa 630 Wohnungen auf dem Gelände des ehemaligen Dortmunder Südbahnhofs.

Die Pläne für das Kronprinzenviertel sind nicht endgültig, aber einige Eckpunkte stehen schon fest. Zum Beispiel das Areal, das laut beta Eigenheim etwa 100.000 Quadratmeter groß ist. Es erstreckt sich über das Gelände des ehemaligen Südbahnhofs. Im Norden liegen die Straßen Heiliger Weg und Kronprinzenstraße. Zum Hansaplatz sind es nur etwa 1,5 Kilometer zu Fuß – City-Lage also.

Geplant sind insgesamt ungefähr 630 Wohnungen: Eigentums-, Mietwohnungen und etwa 60 Einfamilienhäuser. Entlang der S-Bahn-Gleise, also im Süden des Areals, sollen vier- bis fünfgeschossige Mehrfamilienhäuser mit öffentlich geförderten Wohnungen entstehen. Richtung Norden soll die Bebauung flacher werden.

Von der wilden Wiese zum neuen Stadtquartier

Laut Dirk Salewski, Geschäftsführer von beta Eigenheim, sind die Wohnungen ganz unterschiedlich von preiswert bis gehoben. Ungefähr 260 Wohnungen wird beta Eigenheim an die Wohnungsgesellschaft Vivawest verkaufen, wenn sie fertig gebaut sind. Etwa 100 davon gehören zu den öffentlich geförderten Wohnungen in den Mehrfamilienhäusern. Dazu sollen weitere 55 öffentlich geförderte Wohnungen kommen, sodass es insgesamt etwa 155 sind. Sie befinden sich in zwölf Mehrfamilienhäusern, genannt Lindenhof, von denen acht an Vivawest verkauft werden sollen.

Laut Walter Nickisch, Leiter des Stadtplanungs- und Bauordnungsamtes, erfüllt das Bauvorhaben damit die Quote für öffentlich geförderten Wohnraum, die vom Rat der Stadt als Zielsetzung beschlossen wurde. Demnach soll ein Viertel der Wohnungen öffentlich gefördert sein. Wenn der Plan so umgesetzt wird, ergibt sich bei 155 von 630 Wohnungen fast die Vorgabe von 25 Prozent.

Beginn 2018 geplant

Die Stadt freut sich laut Nickisch über das Bauvorhaben. Sie will den Beschluss für den Bebauungsplan im November beschließen. Dann kann beta Eigenheim 2018 mit der Erschließung beginnen. “Erste Hochbaumaßnahmen sind dann ab Ende 2018 / Anfang 2019 denkbar“, sagte Salewski.

beta Eigenheim kaufte das Grundstück Ende 2014 vom Immobilienunternehmen Aurelis. Schon vor sechs Jahren wurden die Gleisanlagen und weitere Gebäude auf dem Gelände abgebaut. Ein Ringlokschuppen, ein Verwaltungsgebäude und mehrere Hallen wurden laut beta Eigenheim abgerissen. Davor stand der Bahnhof viele Jahre lang still. Er war von 1874 bis 1957 in Betrieb. Mit den Wohnungen kehrt wahrscheinlich bald wieder Leben auf das Gelände zurück. Wer sich für eine Wohnung interessiert, kann sich auf der Webseite von beta Eigenheim für Infomails vormerken lassen.

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