Sonntag, 22. April 2018

Seit seiner Eröffnung im Jahr 2015 hat das Deutsche Fußballmuseum in der Dortmunder City schon viele Besucher angezogen. Kein Wunder: Zu sehen gibt’s den WM-Pokal von 2014 und unzählige Veranstaltungen rund um den Ballsport. Auch Fußballgrößen zieht es regelmäßig in die Hallen gegenüber des Hauptbahnhofs. Im vergangenen Jahr dann der Rekord: Mehr als 200.000 Besucher sahen sich die Sportkulturstätte an.

Der Besuchertag im Deutschen Fußballmuseum beginnt immer um 10 Uhr morgens. Schluss ist um 18 Uhr und montags ist zu. Die Öffnungszeiten sind immer gleich – auch an Feiertagen. Eigenschaften wie diese machen das Museum zu einem echten Publikumsmagneten. Denn hat man mal nichts zu tun und es ist schon wieder Sonntag, steht die Ausstellung offen und lädt zum Besuch ein.


Das Fußballmuseum lockt nicht nur mit alten Exponaten. Zu der Ausstellung gehören auch Lichteffekte und Filme. Foto: Anika Hinz/Dortmund24

Vielfalt rund ums Kicken auf 7700 Quadratmetern

Dortmund ist Fußballstadt. Heimat des BVB, Standort des größten deutschen Fußballstadions und mit Fußballkneipen an jeder Ecke. Also kaum verwunderlich, dass das Museum vor über zwei Jahren hier geboren ist. Mittlerweile gilt es sogar als feste Größe im Museumssektor der Stadt.

Im Fokus der Ausstellung stehen Jahrzehnte deutscher Fußballgeschichte. Das Museum versteht sich als Erinnerungsort an einen Sport, der den größten Stellenwert im deutschen Athletenbereich hat. Bundesliga, Kreisliga, Schulsport – Fußball ist präsent. Vor allem in Deutschland. Und das möchte das Deutsche Fußballmuseum auch vermitteln. Ganz unter dem eigens aufgestellten Motto: „Wir sind Fußball“.

Das Motto hängt gut sichtbar direkt im Eingangsbereich des Museums. Foto: Anika Hinz/Dortmund24

Bereits vor dem Museum beginnt die Rundreise durch das Museum, die wie eine chronologische Spielreihenfolge aufgemacht ist. Erste Station hier: „Vor dem Spiel“. Spielerskulpturen stehen auf dem Platz, im Hintergrund die gläserne Fassade und Lichtimpulse, die sich im Foyer zu einem Ball sammeln. Im Innern des Museums geht es dann mit den folgenden Abschnitten weiter: der Anstoß, die erste Halbzeit, Halbzeitpause, die zweite Halbzeit und schließlich die Nachspielzeit. Jeder Bereich erzählt seine eigene Geschichte – angefangen vom ersten WM-Gewinn im Jahr 1954 bis hin zur Reise im Mannschaftsbus.

Nach der Ausstellung muss aber noch nicht Schluss sein. Auf dem hausinternen Spielfeld können Hobbyfußballer und alle, die Lust haben, ihr Können unter Beweis stellen. Oder im Gastronomiebereich essen und anschließend noch in die Sonderausstellung gehen. Außerdem gibt es am Ende auch einen Adidas Store, der nicht nur Fußball-, sondern auch normale Sport-und Straßenkleidung im Sortiment hat. Doch was letztendlich gemacht wird, das bleibt jedem selbst überlassen.

Fußball lässt die Kassen klingeln und Herzen höher schlagen

Für echte Liebhaber des Ballsports dürfte das Deutsche Fußballmuseum ein sportliches Highlight sein. Aber auch für alle, die mit Fußball wenigstens ein bisschen was anfangen können, ist die abwechslungsreiche Ausstellung etwas. Und das zeigt sich ordentlich in den Besucherzahlen des vergangenen Jahres. Über 200.000 Leute kamen, um zu gucken und zu kicken. Und die ließen die Kassen klingeln: Das Museum verzeichnete einen Ticketerlös von mehr als zwei Millionen Euro. Damit positionierte sich die Kulturstätte im Feld der umsatz-und besucherstärksten Museen in der Rhein-Ruhr-Region.

Liebe zum Detail wird im Museum großgeschrieben. Überall gibt es kleine Püppchen und Fußballgeschichte in Miniaturform. Foto: Anika Hinz/Dortmund24

„Wir haben die guten Zahlen aus dem ersten Jahr bestätigt. Das ist für uns als Kultureinrichtung mit einer sehr aufwendigen medialen Dauerausstellung ein großartiger Erfolg“, fasst Direktor Manuel Neukirchner das Geschäftsjahr 2017 noch einmal zusammen. Eröffnung des Deutschen Fußballmuseums war am 23. Oktober 2015. Das erste richtige Geschäftsjahr demnach 2016 – da wurden bereits ähnliche Besucherzahlen wie 2017 verzeichnet.

In jedem Fall lässt sich sagen, dass das Museum im Glaskasten in der City aus der Dortmunder Museen-Landschaft nicht mehr wegzudenken ist. Doch es bleibt abzuwarten, wie sich die Besucherzahlen in den kommenden Jahren entwickeln werden. Sinken, steigen oder Stagnation – es kann alles passieren. Wie im Fußballspiel.

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