Dienstag, 22. Mai 2018

„Ach, die paar Kilometer schaff ich noch ohne zu tanken“ – und dann geht die Leuchte doch an. Also schnell zur Tanke und Sprit nachladen. Das kann jedoch teuer werden: Je nach Stadt oder Uhrzeit fallen die Benzinpreise ganz schön unterschiedlich aus. In Dortmund müssen Autofahrer vergleichsweise viel hinblättern, damit ihr Auto nicht unterwegs liegen bleibt. 

Im Vergleich zu anderen Städten im Ruhrgebiet müssen Autofahrer in Dortmund mehr für Benzin und Diesel bezahlen. Das belegen Statistiken des Internetportals clever-tanken.de, das sich mit seinem Angebot an preisbewusste Autofahrer richtet und täglich die Spritpreise in ganz Deutschland miteinander vergleicht.


Zeit, um tanken zu fahren! Foto: dpa

Dortmund landete nur auf Platz 76

Clever-tanken.de nutzt für den Vergleich eine Tabelle, in der das Portal die Preise von den 100 größten deutschen Städten auflistet. Am Freitag (9. Februar) landete Dortmund dabei nur auf dem 76. Platz (Benzin) und 78. Platz (Super E10). Die Autofahrer mussten jeweils 1,20 Euro und 1,36 Euro zahlen. Das ist im Vergleich mit anderen Städten im Umkreis deutlich höher.

So landete Essen auf dem 8. Platz (Benzin) und 23. Platz (Super E10). Die Kraftstoffe kosteten jeweils 1,15 Euro und 1,32 Euro. Etwas teurer, aber immer noch günstiger als in Dortmund, ging es in Bochum zu. Dort mussten Autofahrer für einen Liter Diesel 1,16 Euro bezahlen und für einen Liter Super E10 1,33 Euro. Damit landete Bochum auf dem jeweils 24. und 40. Platz in der Liste.

Aber auch in anderen Städten hier im Umkreis zahlt man weniger als in Dortmund:

Duisburg: 1,17 Euro für Diesel (Platz 36) und 1,34 für Super E10 (Platz 52).

Gelsenkirchen: 1,15 Euro für Diesel (Platz 11) und 1,32 Euro für Super E10 (Platz 28).

Herne: 1,16 Euro für Diesel (Platz 16) und 1,34 Euro für Super E10 (Platz 48).

Oberhausen: 1,17 Euro (Platz 40) und 1,34 Euro (Platz 57).

Recklinghausen: 1,19 Euro (Platz 66) und 1,36 (Platz 82).

Essen ist also mit Abstand die günstigste Stadt im Pott. Falls ihr dort arbeitet oder oft seid, dürfte sich das – vielleicht auch vorzeitige – Tanken positiv auf den Geldbeutel auswirken.

Günstig wird es im bergischen Land, in Hamburg und im Osten

Den günstigsten Diesel haben Autofahrer am 9. Februar in Bergisch-Gladbach getankt. Dort kostete der Liter nur 1,13 Euro. Das günstigste Super E10 gab es in Hanau in Hessen. Doch auch in Bonn wurde es günstig: Dort zahlten Fahrer für einen Liter Diesel 1,15 Euro. In Hamburg ebenfalls und im östlichen Magdeburg wieder einen Cent weniger. Dort war der Dieselliter für 1,14 Euro zu haben.

Auffällig ist, dass sich die Preise von E10 und Diesel deutschlandweit deutlich unterscheiden. So landete Hanau bei den Dieselpreisen nur auf dem 19. Platz – obwohl die Stadt das günstigste Super E10 bot.

Diesel ist ohnehin der günstigste Kraftstoff an den Tankstellen. Foto: dpa

In Dortmund gibt es preisliche Unterschiede

Auch wenn in den Nachbarstädten günstiger getankt werden kann, lohnt sich die Fahrt dorthin nur selten. Zu viel günstiger Kraftstoff würde direkt wieder verbraucht werden. Daher lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Tankstellen in Dortmund, denn die haben alle unterschiedliche Preise. Je nach Lage, kann es dann schon mal zehn Cent teurer oder günstiger werden. Am 9. Februar kostete ein Liter Diesel um 14.30 Uhr zwischen 1,14 Euro und 1,29 Euro. E10 kostete zwischen 1,30 Euro und 1,46 Euro.

Morgens teuer, am späten Abend wieder günstiger

Auf dem Vergleichsportal mehr-tanken.de lassen sich die Tankstellenpreise in Dortmund nach Uhrzeit sortieren. Dabei kam raus: Morgens tankt man hier am teuersten und spätabends am günstigsten. Den niedrigsten Wert erreichte der Dieselpreis am 8. Februar um 21 Uhr mit 1,16 Euro. Die ganze Nacht blieb der Preis in dem Bereich und stieg erst zum nächsten Morgen wieder an. Ab 6 Uhr kletterten die Werte auf über 1,20 Euro – offenbar anpassend zum Berufsverkehr, denn ab 11 Uhr sank er zurück auf 1,19 Euro. Um 14 Uhr am 9. Februar lag er dann im Durchschnitt bei rund 1,22 Euro.

Die Werte bringen gleichzeitig Tipps für die Autofahrer mit sich: Wer die Möglichkeit hat, sollte spätabends tanken und niemals während des Berufsverkehrs. Denn dann liegen die Preise im Schnitt rund 3-4 Cent höher als sonst.

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