Mittwoch, 18. Oktober 2017

Jedes Jahr gibt es vom VRR Millionen an Geldern für kommunale Projekte im öffentlichen Nahverkehr. 67 Millionen Euro fließen so 2018 in die VRR-Städte. Dortmund möchte das Geld für drei Projekte nutzen. Es geht um Sicherheit und Komfort.

Geld für den Nahverkehr ist im Anmarsch nach Dortmund! Konkret geht es um Gelder, die aus einem Topf des Bundes kommen. Der gibt das Geld wiederum weiter an das Land NRW – und von da aus fließt das Geld dann nochmals an den Verkehrsverbund Rhein Ruhr.

Die Stadt Dortmund möchte den Umbau von 40 Bushaltestellen gefördert wissen. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

So also macht der VRR 67 Millionen Euro locker, die in Teilen in den Nahverkehr der Stadt Dortmund fließen. Damit sollen hier drei Projekte vorangetrieben werden.

Drei Projekte gefördert

Erstes Projekt: Der Ausbau von 40 Bushaltestellen an stark frequentierten öffentlichen Einrichtungen. Sie sollen barrierefrei werden. Den Antrag dafür stellte die Stadt Dortmund, da die Haltestellen als Teil der Straße und des Bürgersteigs dem Tiefbauamt der Stadt zugeordnet sind. Welche 40 Bushaltestellen am Ende dann umgebaut werden, steht allerdings noch nicht fest. “Das wird erst entschieden, sobald der konkrete Förderantrag fertig ist”, sagt Stadtsprecherin Heike Thelen.

Weiterhin auf der Förderliste steht die Erneuerung von zwei Rolltreppen im U-Bahnhof Clarenberg im Stadtbezirk Hörde. Seit 1981 leisten diese treue Dienste, doch so langsam ist der Lack ab. Das Problem: Die Rolltreppen fahren nur in eine Richtung und – nicht wie modernere Modelle – in beide Fahrtrichtungen. Im Laufe des nächsten Jahres sollen die neuen Fahrtreppen kommen, 600.000 Euro kostet das Ganze. Im Auge haben die Dortmunder Stadtwerke auch Dortmunds aktuell älteste Rolltreppe an der Markgrafenstraße (Baujahr 1977). Sie soll in den nächsten Jahren auch ausgetauscht werden.

Als drittes Projekt soll die Videoüberwachung an den Stadtbahnhöfen Reinoldikirche, Kampstraße und Stadtgarten erneuert und ausgebaut werden. Die drei Haltestellen gehören zu Dortmunds meistfrequentierten U-Bahn-Haltestellen, doch vor allem auf den Verteilerebenen fehlen Kameras. 25 bis 30 neue Kameras, verrät DSW21-Sprecherin Britta Heydenbluth, seien insgesamt geplant. Diese verteilt die Stadttochter dann auf die drei Haltestellen. Kostenpunkt: 110.000 Euro, wovon der Verkehrsverbund Rhein Ruhr wohl 90 Prozent übernimmt.

Die Stadtbahnhaltestellean der Reinoldikirche soll eine neue Videoüberwachung bekommen. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Wie auch in den Vorjahren hatte der VRR Anfang des Jahres alle Städte im Verbund aufgefordert, ihre Pläne zur Verbesserung des Nahverkehrs für das Jahr 2018 anzumelden.

VRR fordert Antrag

Insgesamt 71 Investitionsvorhaben gingen daraufhin beim Verkehrsverbund ein. Die Stadt Dortmund muss jetzt ihren Antrag für die gemeldeten Maßnahmen bis zum Ende des Jahres einreichen. Der VRR prüft diesen dann und entscheidet anschließend, wie hoch die Förderung ausfällt.

Zum Hintergrund: Der VRR kann nach § 12 ÖPNV-Gesetz NRW Fördergelder für Verbesserungen im ÖPNV an Kreise, Städte und Gemeinden, öffentliche Verkehrsunternehmen weiterleiten. Der Verkehrsverbund fördert insbesondere kommunale Bauvorhaben, die einen verkehrlichen Nutzen aufweisen und die Barrierefreiheit verbessern.

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