Dienstag, 23. Januar 2018

Aus einer einfachen Schwarzfahrt wurde gestern Mittag (10. Januar) für die Dortmunder Bundespolizei plötzlich doch ein größerer Fall, mit dem so niemand gerechnet hätte.

Einsatzkräfte der Bundespolizei überprüften einen 19-Jährigen gegen 12 Uhr im Dortmunder Hautbahnhof. Bahnmitarbeiter erwischten den Mann in der RB 59 beim Schwarzfahren. Weil er über keine Ausweisdokumente verfügte, brachten ihn die Beamten zur Kontrolle auf die Wache.

Ein Rucksack in der U-Bahn versteckt

Auf der Wache fanden die Beamten im Rucksack des 19-Jährigen vier Smartphones und ein Tablet. Es stellte sich heraus, dass es sich sowohl bei Tablet als auch bei den Smartphones um Diebesgut handelte. Die Polizisten erreichten einen Eigentümer eines Smartphones in der Schweiz. Er gab an, dass ihm sein Gerät auf einer Zugfahrt gestohlen wurde.

Die Polizisten schnappten den schwarzfahrenden Dieb am Hauptbahnhof in Dortmund auf. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Damit war die Geschichte aber noch nicht beendet. Denn Einsatzkräfte der DSW21 informierten die Bundespolizei, dass ein junger Mann im Bereich der U-Bahn unter dem Dortmunder Hauptbahnhof ein Rucksack versteckt hätte. Mitarbeiter hatten ihn bei seinem auffälligen Treiben beobachtet. Die Polizei fand den Rucksack und ein iPad, ein Smartphone, Speicherkarten, Parfums, eine Powerbank und eine Musikbox. Der junge Mann stahl die Smartphones, das konnte die Polizei herausfinden, in Essen.

Kein Unbekannter Täter

Der 19-Jährige, dessen Asylantrag abgelehnt wurde, kam daraufhin in das Polizeigewahrsam, mit dem Ziel ihn am Donnerstag (11. Januar) der Justiz vorzuführen und einen Untersuchungshaftbefehl zu beantragen. Der 19-Jährige ist kein Unbekannter. Alleine der Dortmunder Bundespolizei ging er schon neunmal in die Fänge. Diebstahl, Drogen, Schwarzfahren. Die Liste ist lang.

Die Bundespolizei leitete nun ein neues Ermittlungsverfahren wegen gewerbsmäßigen Diebstahls in mehreren Fällen ein. Eine Entscheidung der Justiz steht noch aus.

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