Donnerstag, 14. Dezember 2017

Fragt man Außenstehende, was sie mit Dortmund verbinden, lautet die Antwort häufig: BVB. Danach kommt lange nichts. Dann irgendwas mit “Industrie” oder “Bier”. Die Stadt möchte das ändern und hat im Februar dieses Jahres den “Masterplan Erlebnis Dortmund” verabschiedet. In ein paar Jahren könnte davon Dortmunds größter Stadtbezirk profitieren: Hombruch. Und zwar mit dem geplanten und 1,6 Millionen Euro teuren Kinder- und Jugendsportpark.

Wenn die Vertreter des Stadtbezirks Hombruch am Dienstag (5. Dezember) zur Bezirksversammlung zusammenkommen, könnten die letzten Entscheidungen für das 1,6 Millionen Euro teure Projekt an der Kieferstraße gefällt werden. So wie die Dinge aktuell stehen, werden die Bezirksvertreter einstimmig für den Bau des Kinder- und Jugendsportparks Hombruch votieren. Es geht um die Fläche westlich der Deutsch-Luxemburger-Straße, zwischen dem Hombrucher Hallenbad und der Jugendfreizeitstätte.

Die Stadt Dortmund will an der Kieferstraße in Hombruch diesen Kinder- und Jugendfreizeitpark bauen. Grafik: Stadt Dortmund

Aktuell gibt es dort einen in die Jahre gekommenen Skatepark, einen Dirtbike-Park (Pumptrack), der nicht mehr wirklich genutzt wird und einen Kletterturm, der früher mal eine Bühne aus Baugerüst war. “Das ist nicht mehr zeitgemäß”, weiß auch Hombruchs Bezirksbürgermeister Hans Semmler. Es gäbe neue Entwicklungen im Bereich der Skateparks, die Jugendlichen würden heute andere Konstruktionen bevorzugen.

Gesicht der Fläche soll sich verändern

Das Gesicht der Freizeitfläche soll sich also nach den Plänen der Stadt in den kommenden Jahren deutlich verändern. Skaten und Biken soll man zwar auch in Zukunft noch, aber anders. Und auch der Kletterturm soll erhalten bleiben.

1,6 Millionen Euro will die Stadt auf dem Areal verbauen, davon müsste sie selbst aber nur zehn Prozent zahlen. Der Rest käme aus dem “Investitionspaket Soziale Integration im QuartierNRW 2017“. Laut einem Schreiben der NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach von Oktober 2017 ist man in Hombruch guter Dinge, dass die Förderung in 2018 bewilligt wird. Voraussetzung sei laut Scharrenbach, “dass die Bundesregierung das Investitionsprogramm 2018 fortsetzt.”

Kosten von über 1,6 Millionen Euro

Wenn es so weit ist, soll der Bau der Freizeitfläche dann in zwei Phasen vonstattengehen. Zur Projektphase I gehört der Neubau eines Skateparks (628.000 Euro), eines Bikeparks (233.000 Euro) und eines Aussichtshügels mit Rasentribüne (35.000 Euro).

In der zweiten Bauphase sollen dann eine Parkour- & Calisthenicsanlage – einer Art Klettergerüst für Jugendliche und junge Erwachsene – (154.500 Euro), ein Bolzplatz (40.000 Euro), Multifunktionsanlagen (50.000 Euro) und eine Grillwiese (25.000 Euro) dazukommen.

Ihr wisst nicht, was Calisthenics ist? Dann schaut euch dieses Video an:

Anfang 2019 will die Stadt einen Baubeschluss fassen, danach könnten theoretisch die Bagger rollen.

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