Samstag, 18. August 2018

Der Dortmunder Flughafen hat sich am vergangenen Wochenende einmal mehr als Falle für ein- oder ausreisende Kriminelle herausgestellt. Gleich mehrfach klickten dort die Handschellen der Bundespolizei. In einem Fall lagen gleich zwei Haftbefehle vor.

Die Bundespolizei hat am vergangenen Wochenende in Dortmund drei Männer und eine Frau festnehmen können. Insgesamt sechs Haftbefehle lagen bei ihnen vor.


Ein 24-jähriger Mann etwa wurde bei seiner Einreise am Samstag (14. Juli) aus Sibiu (Rumänien) kommend am Dortmunder Flughafen von Bundespolizisten überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass der Mann wegen des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz mit einem Haftbefehl gesucht wurde. Weil er die geforderte Geldstrafe in Höhe von 400 Euro jedoch nicht zahlen konnte, wurde er für 13 Tage in die JVA eingeliefert.

Kurz darauf konnte ebenfalls am Dortmunder Flughafen ein 50-jähriger Herr festgenommen werden. Er wollte nach Cluj-Napoca (Rumänien) ausreisen, wurde aber wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort von der Staatsanwaltschaft Ellwangen gesucht. Auch er musste ersatzweise für 21 Tage in Haft, da er die Geldstrafe in Höhe von 755 Euro nicht zahlen konnte.

Frau mit zwei Haftbefehlen gesucht

Wiederum am Flughafen wurde am Sonntag (15. Juli) eine 39-jährige Frau von der Bundespolizei festgenommen. Sie wollte nach Sofia (Bulgarien) ausreisen, wurde jedoch mit gleich zwei Haftbefehlen wegen Erschleichens von Leistungen von der Justiz gesucht. Insgesamt wurde sie zu 1.350 Euro verurteilt, die sie auch gleich vor Ort bezahlte und so einer Haftstrafe von 45 Tagen entgehen konnte. Sie durfte im Anschluss ihre Reise fortsetzen.

Schauplatzwechsel: Am Dortmunder Hauptbahnhof nahmen Bundespolizisten am Sonntagmorgen (15. Juli) einen 32-jährigen Mann fest. Der Mann wurde wegen Erschleichens von Leistungen mit zwei Haftbefehlen gesucht und zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro bzw. einer Freiheitsstrafe verurteilt. Der 32-Jährige konnte die geforderte Summe jedoch nicht einzahlen und hat nun eine Gesamtstrafe von 166 Tagen zu verbüßen.

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