Samstag, 26. Mai 2018

Noch am Dienstag (24. April) sah es so aus, als ob es in diesem Jahr kein Festi Ramazan in Dortmund geben würde. Die Bezirksvertretung Innenstadt-Ost hatte ein Veto eingelegt. Seitdem fanden zwischen Veranstaltern, Stadt und Westfalenhallen zahlreiche Gespräche statt. Jetzt herrscht wieder mehr Optimismus.

Offenbar gibt es wieder Hoffnung für das Festi Ramazan. Wie aus Organisatorenkreisen zu hören ist, wird aktuell an einer Lösung für die Veranstaltung gearbeitet. Und die macht den Beteiligten Mut. Mit einem Vorschlag, wie das Fest noch gerettet werden könnte, ist möglicherweise in den kommenden Tage zu rechnen.


Rückblick: Für die Veranstalter des Festi Ramazan war es ein großer Schock. Die Bezirksvertretung Innenstadt-Ost entschied am Dienstag (24. April), dass das Festi Ramazan 2018 nicht am vorgesehenen Standort Remydamm stattfinden darf. Grund waren Beschwerden von Anwohnern, die 2013 schlechte Erfahrungen mit dem Festival in direkter Nachbarschaft machten.

Veranstalter Fatih Ilhan konnte es kaum fassen. Er und 150 Händler stehen vor einer finanziellen Katastrophe, wenn das Festi Ramazan 2018 nicht stattfindet. Die Waren waren bereits eingekauft und teilweise geliefert, Händler hatten schon Tickets für die Anreise und Unterkünfte gebucht, Zelte und Sicherheitstechnik waren größtenteils vor Ort.

Es war also alles vorbereitet. Am kommenden Montag (30. April) sollte der Aufbau für die laut Veranstalter „größte Ramadan-Veranstaltung in Europa“ beginnen. Jetzt einfach aufgeben? Dafür stand für Ilhan zu viel auf dem Spiel. Er telefonierte die ganze Nacht, suchte nach Lösungen und zeichnete Pläne für alternative Standorte.

Stadtspitze hilft mit

Auch die Westfalenhallen und die Stadt Dortmund wurden miteinbezogen. Sogar Oberbürgermeister Ullrich Sierau war involviert. Jetzt besteht laut Patrick Arens, der als erfahrener Aussteller Ilhan unterstützt, doch wieder Hoffnung. „Es wird versucht, mit einer realistischen Chance an einer Lösung zu arbeiten“, sagt er.

Es sei noch nicht zu spät. Die Zeit ist zwar kurz, aber laut Arens wäre es technisch möglich, das Festi Ramazan nun doch noch stattfinden zu lassen. Ein Problem könnte noch die Genehmigung werden. „Da können wir uns nach allem, was in den letzten Wochen passiert ist, auf nichts mehr verlassen“, so Arens.

Viele Optionen für mögliche Standorte gibt es für das siebte Festi Ramazan nicht mehr. Die Veranstalter erwarten von 16. Mai bis 17. Juni mehr als 200.000 Besucher. Wichtige Voraussetzungen für einen Platz sind also Größe, gute Verkehrsanbindung und wenig Potenzial, Anwohner zu stören.

Die Plätze, an denen das Fest bisher stattfand, kommen alle nicht mehr infrage. Der Fredenbaumplatz, wo das Fest 2012 und 2017 stattfand, wurde vergangenes Jahr für ungeeignet für eine so große Veranstaltung erklärt. Rund um die Westfalenhallen, wo es 2014 bis 2016 stattfand, ist derzeit wegen der Bauarbeiten kein Platz. Und der erst vorgesehene Standort am Remydamm ist durch ein Veto der Bezirksvertretung Innenstadt-Ost vom Dienstag (24. April) auch gestrichen.

Kommentare

ANZEIGE