Mittwoch, 25. April 2018

Die DSW21 hat bekanntgegeben, kräftig in die Zukunft zu investieren. 195 Millionen Euro nimmt das Unternehmen dafür in die Hände. Neben der Sanierung der alten Flotte werden auch 24 neue Stadtbahnen in Auftrag gegeben.

Bis der erste „Neuzugang“ über die Schienen rollt, müssen sich die Dortmunder noch ein bisschen gedulden. 2020, spätestens 2021, sollen die ersten neuen Straßenbahnen in Betrieb gehen. „Eine Stadtbahn ist kein Auto. Es handelt sich dabei um Maßanfertigungen, die entsprechend Zeit in Anspruch nehmen“, erklärt Britta Heydenbluth von der DSW21. Insgesamt 24 dieser Maßanfertigungen werden in den kommenden acht bis zehn Jahren in Leipzig gefertigt.

Zehn Bahnen ausgemustert


Doch die 195 Millionen Euro werden nicht nur in die Neuanschaffungen investiert, sondern auch, um die alte Flotte auf Vordermann zu bringen. Von den 74 Bahnen, die aktuell in Dortmund unterwegs sind, werden zehn ausgemustert. Die restlichen 64 werden komplett saniert. Die DSW21 kündigt sogar an, dass die Bahnfahrer zwischen neuen und alten Fahrzeugen später keinen Unterschied feststellen werden. „Alle Fahrzeuge erhalten neue Sitze und – was die Kunden wahrscheinlich als erstes merken werden – eine neue Außenhülle“, so Heydenbluth. Realistisch erklärt sie aber auch: „Futuristische Neuerungen wird es nicht geben. Eine Stadtbahn bleibt erst einmal eine Stadtbahn.“

Kein neuer Fahrplan

Doch warum eigentlich die teure Investition? Ein neuer Fahrplan mit einer höheren Taktung ist aktuell nicht geplant. Stattdessen möchte die DSW21 bei verschiedenen Situationen handlungsfähiger sein. „Durch die neuen Reserven können wir dann sowohl auf Ausfälle besser reagieren als auch bei besonders hohem Aufkommen die Kapazitäten erweitern.“ Das betreffe vor allem BVB-Spiele, den Weihnachtsmarkt oder verschiedene Messen. Für möglich hält Heydenbluth auch, dass auf Verbindungen wie die U47 ab 2020 dauerhaft ein Doppelzug unterwegs ist.

Mit der Runderneuerung der Flotte gehen auch einige technische Neuerungen einher, die dem Komfort dienen. Per Knopfdruck können Fahrgäste dann die Stufe beim Ein- und Aussteigen um drei Zentimeter absenken. Auch der Boden der Bahnen wird um zwei Zentimeter tiefer gelegt. Das ist vor allem für Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen ein großer Vorteil. Ein weiter Punkt, der ebenfalls den Einstieg betrifft: Ein Ampelsystem wird eingeführt. Genau wie an der Straße gilt, bei Rot beleibst du stehen, bei Grün darfst du gehen.

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