Montag, 16. Juli 2018

Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hat seinen Masterplan zum Fernstraßenbau vorgestellt. Darin sind die wesentlichen Projekte im Bundesfernstraßenbau in NRW in den kommenden Jahren festgehalten. Die Industrie- und Handelskammer kritisiert jedoch, dass der unter anderem aus der Wirtschaft geforderte Bau eines B1-Tunnels nicht Teil der Pläne ist.

Der Masterplan zeigt, wie die Landesregierung vom Bund beauftragte Straßenprojekte abarbeiten will. Allein für Nordrhein-Westfalen habe die Bundesregierung im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen 200 Straßenprojekte bis zum Jahr 2030 festgelegt. Diese sollen insgesamt 20 Milliarden Euro kosten.

Dortmund kann sich laut dem Masterplan auf sechsspurig ausgebaute Autobahnen freuen. Hier lest ihr mehr dazu.


Den vorgelegten Masterplan begrüßt auch die Industrie- und Handelskammer in Dortmund. „Der dringend notwendige Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im Ruhrgebiet bildet die Basis für Wachstum und Wohlstand und bietet sehr wohl den notwendigen Raum für weitere Innovationen“, sagte der Dortmunder IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber laut einer Mitteilung vom Dienstag.

IHK fordert B1-Tunnel

Gleichzeitig appelliert die IHK „aber noch einmal an die Politik, die Planung für den Bau des B1-Tunnels in Dortmund dringend intensiver zu prüfen.“ Der taucht in dem Masterplan des Ministeriums nämlich nicht auf. Für die IHK ist jedoch klar: „Die Wirtschaft braucht den B1-Tunnel.“

Das Nadelöhr auf der städtischen B1 stehe in unmittelbarem räumlichen und sachlichen Zusammenhang mit dem Ausbau der Autobahnen A44 und A45. „Gemessen an den Kriterien des Masterplans sollte der B1-Tunnel in Dortmund deshalb ebenfalls in das Arbeitsprogramm mit aufgenommen werden“, so die IHK Dortmund. Die gewerbliche Wirtschaft im Ruhrgebiet brauche den B1-Tunnel ebenso wie die anderen geplanten Bauprojekte auf den NRW-Autobahnen.

Mehr zum Stand des B1-Ausbaus könnt ihr in unserem Artikel vom Mai 2017 lesen. 

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