Dienstag, 23. Januar 2018

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst hat seinen Masterplan für die Autobahnen vorgestellt. Für Dortmund gibt es gute Nachrichten. Das Kreuz Dortmund/Unna wird endlich umgebaut, genau wie die A40 zwischen dem Kreuz Dortmund-West und Bochum sowie die A45 zwischen Hafen und Nordwest. 

Der Masterplan soll als Planungs- und Steuerungsinstrument dienen. Und hier ist festgelegt, um welche Maßnahmen sich die Landesregierung sofort kümmern möchte. „Die Vielzahl der Projekte zeigt: Der Investitionsstau ist so groß, dass nicht alle Maßnahmen gleichzeitig gebaut werden können. Die Straßenbauverwaltung konzentriert sich zunächst auf Projekte zur Engpassbeseitigung“, sagt Minister Wüst. Und genau diese Engpässe gibt es rund um Unna in geballter Form.

Der Masterplan soll aber mehr sein als nur ein paar Blätter Papier. Die Landesregierung erhofft sich dadurch, dass die Bauarbeiten schneller abgeschlossen werden können als bisher. Dafür setzt sie auch auf den Dialog mit den Bürgern. „Mit dem Masterplan schafft die Landesregierung eine neue Transparenz über Projekte und ihre Abläufe. Die Landesregierung zeigt, was sie tut. Und sie muss tun, was sie zeigt“, so Wüst.

Bis zum Jahr 2030 sollen mehr als 20 Milliarden Euro in 200 Straßen in Nordrhein-Westfalen investiert werden. Im Kreis Unna herrscht an vielen Stellen “vordringlicher Bedarf mit Engpassbeseitigung”. Was kryptisch klingt, ist das Behördensiegel für: Alles was kaputt ist, muss dringend neu gemacht werden. Und genau hierunter fallen gleich drei Projekte an, die Dortmund direkt betreffen.

Kreuz Dortmund/Unna soll bis 2024 fertig sein

Das Autobahnkreuz Dortmund/Unna, das die A44 mit der A1 verbindet, ist derzeit als Kleeblatt angelegt. Das heißt, Autofahrer können in alle Richtungen düsen. Das soll sich ändern, um den Verkehr zu entlasten. Statt eines Kleeblatts hat das Autobahnkreuz dann Überflieger. Und das bedeutet nichts anderes als Spuren, auf denen keine anderen Fahrzeuge fahren und mit denen die A44 zügig verlassen werden kann. Im Umkehrschluss erhoffen sich die Planer weniger Stau.

Außerdem muss die Brücke, die im vergangenen Jahr geflickt wurde, neu gebaut werden. Das wird laut Bundesverkehrswegeplan 135,2 Millionen Euro kosten. Und dank des neuen Mobilitätsplans gibt es jetzt auch ein Zeitfenster. Der Bau des Kreuzes soll bis zum Jahr 2024 abgeschlossen sein. Im Anschluss oder währenddessen soll die gesamte Strecke von Dortmund bis Werl sechsspurig ausgebaut werden.

A45 und A40 werden sechsspurig ausgebaut

Außerdem sollen die A40 und die A45 jeweils sechsspurig ausgebaut werden. Auf der A40 betrifft das die Strecke zwischen Bochum und dem Kreuz Dortmund-West und auf der A45 zwischen Hafen und Dortmund-Nordwest. Beide Teilstrecken wurden mit vordringlickem Bedarf – Engpassbeseitigung ausgegeben. Es tut sich also recht schnell etwas. Während bei der A40 die Umweltverträglichkeit sowie die Varianten erst noch untersucht werden sollen, ist dieser Prozess bei der A45 schon in vollem Gange.

Bis wann die Arbeiten an beiden Autobahnen abgeschlossen sein werden, ist noch nicht klar. Bei der A45 gibt es zumindest einen Rahmen – 2030.

Kommentare

Anzeige