Montag, 16. Juli 2018

Über 1000 neue Jobs für Dortmund: Mit dieser Ankündigung machte Amazon im vergangenen Jahr von sich hören. Inzwischen ist das Logistikzentrum auf dem Gelände der ehemaligen Westfalenhütte seit drei Monaten am Start. Zeit für eine erste Bilanz. Wir haben mit Sprecherin Antje Kurz-Möller geredet.

Dortmund24: Frau Kurz-Möller, Amazon ist seit drei Monaten in Dortmund am Start, wie fällt das erste Fazit aus?

Antje Kurz-Möller: Nach so kurzer Zeit kann man zwar noch kein richtiges Fazit ziehen, aber wir sind auf jeden Fall zufrieden, weil wir viele tolle Mitarbeiter für uns haben gewinnen können. Aber es gibt natürlich noch Einiges zu tun.


In diesen schwarzen Kisten verlässt die Ware das Logistikzentrum von Amazon auf dem Gelände der ehemaligen Westfalenhütte. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Sie hatten angekündigt, über 1000 neue Mitarbeiter einzustellen, zur Weihnachtssaison kamen noch einmal einige dazu. Wie viele Mitarbeiter sind es aktuell?

Die Zahl der Mitarbeiter hat sich seit dem Start des Logistikzentrums immer wieder verändert. Aktuell arbeiten 1800 Mitarbeiter in Vollzeit am Standort Dortmund. Die meisten von ihnen haben befristete Verträge bekommen. Für das Weihnachtsgeschäft haben wir zusätzlich Saisonkräfte eingestellt. Von den anfangs eingestellten Mitarbeitern haben sich einige wieder verabschiedet – zum Teil auch freiwillig, weil sie gemerkt haben, dass der Job nichts für sie ist.

In der sogenannten Receive-Area packen die Mitarbeiter die Ware aus Kartons aus und sortieren sie für den Weitertransport in schwarze Plastikkisten. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Stichwort Mitarbeiter: Stellen Sie in Dortmund noch ein?

Einzelne Positionen sind natürlich noch zu besetzen, allerdings nicht mehr in der großen Masse, wie wir es am Anfang gemacht haben.

Der Logistikstandort in Dortmund besteht aus fünf großen Hallen. Doch zu Beginn sind Sie nur mit drei Hallen an den Start gegangen. Wie sieht es inzwischen aus?

Wir arbeiten derzeit in vier großen Hallen. In den nächsten Monaten ist dann geplant, auch die fünfte und damit letzte Halle an den Start zu bringen. Damit wäre das Logistikzentrum voll ausgelastet.

Hier beginn die Reise der Ware durch das Amazon-Logistikzentrum in Dortmund. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Ein Start an einem neuen Standort wie Dortmund läuft nicht immer reibungslos. Was könnte man Ihrer Meinung nach noch verbessern?

Natürlich können wir uns immer verbessern, gar keine Frage. Viele Dinge müssen sich am Anfang noch einspielen, sei es die Fördertechnik oder das Personal. Und auch was die Verkehrssituation betrifft, sind wir schon auf einem guten Weg.

Sie sprechen den Verkehrsabfluss vom Gelände auf die Brackeler Straße an…

Richtig. Unsere Mitarbeiter können inzwischen vom Werksgelände rechts auf die Brackeler Straße abbiegen. Um in Richtung B236 zu kommen, müssen sie dann am Borsigplatz oder an der Stockheide drehen. Der Verkehrsabfluss vom Werk lief anfangs über das Thyssentor an der Rüschebrinkstraße, wo es eine Baustellenampel gibt. Da hat sich der Verkehr ganz schön gestaut, da nicht nur unsere Mitarbeiter über diese Ausfahrt vom Gelände fuhren, sondern auch die Kollegen anderer Firmen.

Das Amazon-Gelände liegt direkt an der Brackeler Straße. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Vor dem Start des Logistikzentrums gab es Bedenken, die 1000 neuen Mitarbeiter könnten für Verkehrschaos an der Westfalenhütte sorgen. Wie kommen Ihre Mitarbeiter eigentlich zur Arbeit?

Viele kommen noch mit dem Auto. Das liegt wohl auch an der Jahreszeit. Ich beobachte allerdings, dass einige Gott sei Dank in Fahrgemeinschaften kommen und nicht jeder mit seinem eigenen Auto anreist. Die neue Buslinie zum Logistikzentrum und auch die Fahrradständer werden aber auch schon ganz gut genutzt.

Wenn ihr wissen wollt, wie es im neuen Logistikzentrum von Amazon an der Westfalenhütte aussieht, dann klickt hier drauf. Wir waren vor Ort und haben uns mit der Kamera umgeschaut.

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