Mittwoch, 24. Januar 2018

“nordwärts” ist Erster! Das Projekt hat einen Europa-Preis für Innovation gewonnen. Insgesamt hat sich “nordwärts” gegen 69 Bewerber aus ganz Europa durchgesetzt. Besonders an dem Projekt ist, dass es auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet ist und Bürger stark beteiligt werden.

Der Europa-Preis, den “nordwärts” bekommen hat, heißt “European Public Sector Award” (EPSA). Das Europäische Institut für Öffentliche Verwaltung hat ihn verliehen. “nordwärts” hat sich gegen 69 Bewerber durchgesetzt. Für die Finalrunde waren noch drei andere Vorhaben aus Südengland, den Niederlanden und Österreich nominiert.

Das Dortmunder Projekt stach besonders durch eine hohe Bürgerbeteiligung und einen nachhaltigen Ansatz hervor. Die Preisverleiher lobten, dass für die lokale Entwicklung die Kompetenzen von Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Bürgerschaft zusammengeführt werden.

Europa-Preis in Maastricht verliehen

Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Vertreter von “nordwärts” nahmen den Europa-Preis in Maastricht entgegen. “Dortmund hat in den letzten Jahren erfolgreich den Strukturwandel bewältigt”, sagte Sierau in seiner Dankesansprache in Maastricht. “Bisher konnten im Norden der Stadt noch nicht alle Entwicklungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden. Unsere Anstrengungen, über “nordwärts” Leuchtfeuer zu entzünden und den Dortmunder Norden aufzuwerten, verlangt von allen gesellschaftlichen Kräften viel Einsatz und auch Umdenken.” Sierau freute sich, dass das Dortmunder Projekt durch den Preis international Beachtung findet. “Dies motiviert uns noch mehr!”, sagte er.

nordwärts Europa-Preis EPSA
Oberbürgermeister Ullrich Sierau (links) und Vertreter von “nordwärts”,(v.l.) Harriet Ellwein, Michaela Bonan, Ubbo de Boer nahmen den Preis in Maastricht entgegen. Foto: Stadt Dortmund

Das ist “nordwärts”

“nordwärts” wurde 2015 ins Leben gerufen. Es ist ein städtisches Generationenprojekt für den nördlichen Teil von Dortmund. Dazu gehören sieben der zwölf Stadtbezirke:  Eving, Huckarde, Innenstadt-Nord, Mengede, Scharnhorst und Teile von Innenstadt-West und Lütgendortmund. Insgesamt machen sie knapp 46 Prozent der Dortmunder Stadtfläche aus.

Ziel des Projekts ist es, die Lebensbedingungen in den Dortmunder Stadtteilen zu harmonisieren. Angefangen bei der Ansiedlung von neuem Gewerbe und der Aufwertung der Straßen und Grünflächen bis hin zur besseren Lebens- und Wohnqualität. Auch Bildung, Kultur und gesellschaftliche Teilhabe sollen gefördert werden. Dabei geht es weniger um große Leuchtturm-Projekte, sondern um viele kleine Leuchtfeuer. Das Projekt wird zum Teil von der Stadt Dortmund selbst, aber auch aus Drittmitteln des Landes NRW, des Bundes und der EU finanziert. Alleine an Drittmitteln sind ganze 30 Millionen Euro für die Umsetzung der Ideen zusammen gekommen. Im August haben die Verantwortlichen einen Zwischenbericht veröffentlicht.

Werbung für den Norden

Zum Beispiel macht das Projekt seit etwa einem Jahr mit Plakaten Werbung für Dortmunds Norden. Alle drei Monate gibt es ein neues Poster – auf dem aktuellen ist ein Mountainbiker im Parcours am Deusenberg zu sehen. Darauf steht: “nordwärts ist Action…außer du bist nicht offen für Neues”. Die Stadt will die Dortmunder damit auffordern, die verschiedenen Action-Angebote wie Fußballgolf, Blindenfußball, American Football, Kletterparks und Kletterhallen zu testen.

nordwärts Plakat
So sieht das Plakat von “nordwärts” von Oktober bis Dezember 2017 aus. Foto: Lutz Kampert

Die schönsten Fotos aus dem Norden

Bekannt ist auch der jährliche Fotowettbewerb, bei dem die Stadt die zehn besten Fotos aus dem Dortmunder Norden kürt. Dabei erhalten die Gewinner bei einer Verleihung im Rathaus Preise, von Schirmen über Bibliotheksausweise bis hin zu Jahreskarten im Westfalenpark und einer persönlichen Führung. Eine ganz besondere Ehre kommt den Sieger-Fotos auch noch zu. Denn sie werden Teil des “nordwärts”- Kalenders. Der erste ist schon für 2018 geplant.

Das Projekt “nordwärts” ist auf zehn Jahre angelegt. Laut Angaben der Stadt sind bereits mehr als 200 Projekte am Start, darunter Nordforen, Wanderungen, nordwärts mobil, Expertenforen und Bürgercafés.

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