Mittwoch, 24. Januar 2018

Rad.Revier.Ruhr. Unter diesem Motto will sich der Regionalverband Ruhr in den nächsten Jahren als Radreiseregion vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) zertifizieren lassen. Auch in Dortmund soll es bald einen neuen Radweg geben. 

Für 1,86 Millionen Euro will der Regionalverband Ruhr (RVR) den ersten Abschnitt – circa 3,9 Kilometer – des Gartenstadt-Radwegs bauen. Der gesamte Weg soll über eine ehemalige Güterzugstrecke zwischen dem Phoenix-See und der ehemaligen Westfalenhütte führen. Insgesamt soll der Gartenstadt-Radweg 6,5 Kilometer lang sein. Die Stadtteile Scharnhorst, Innenstadt-Ost, Gartenstadt und Hörde werden so verbunden. Eigentlich sollte es schon 2016 los gehen. Nun ist der Baustart für den Herbst 2018 geplant. Der erste Bauabschnitt führt vom Phönix-See bis zur Höhe Körner Hellweg. Wann es mit dem 2. Bauabschnitt weitergeht, steht noch nicht fest

Asphaltierte Nord-Süd-Verbindung

Der Gartenstadt-Radweg liegt auf der ehemaligen Hoesch-Verbindungsbahn zwischen der Westfalenhütte im Norden von Dortmund und dem Phoenix See. Die ehemalige Bahnstrecke führt quer durch die Gartenstadt und ist mit Einstellung der Stahlproduktion nutzlos geworden. Auf dieser Strecke soll nun ein Radweg entstehen. Es ist der Plan der Stadt und des RVR, einen Premium-Radweg zu errichten. Dieser soll circa vier Meter breit sein und ohne Kreuzung einer Straße durch ein dicht bebautes Gebiet führen. Sowohl Freizeit- als auch Alltagsfahrer könnten die Verbindungsstrecke dann nutzen.

Der Gartenstadt-Radweg agiert in Zukunft als Nord-Süd-Verbindung. Es gibt schon jetzt jeweils im Norden und Süden von Dortmund weiterführende Radwege, die Radfahrer in die Nachbarstädte leiten und an das sogenannte Rad-Wander-Wegenetz anbinden

Am Mittwoch (10. Januar) hat der RVR einen entsprechenden Förderbescheid von der Bezirksregierung Arnsberg erhalten, wie der Verband mitteilte. Das Geld kommt aus Mitteln von Bund und Land.

Insgesamt über vier Millionen für neue Radwege

Neben dem Bau des Gartenstadt-Radwegs werden auch zwei Radweg-Bauprojekte in Bochum gefördert. Insgesamt hat die Bezirksregierung dafür mehr als vier Millionen Euro zugesagt.

Die drei Radwege gehören zu den touristischen Infrastrukturprojekten, die der RVR im Rahmen des “Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms des Landes NRW” realisiert. Ziel sei, das Ruhrgebiet unter der Marke “Rad.Revier.Ruhr” als Radreiseregion vom ADFC zertifizieren zu lassen, teilte der RVR mit. Schon jetzt gehöre der Ruhrtalradweg zu den drei beliebtesten Radfernwegen in ganz Deutschland.

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