Freitag, 20. Juli 2018

In Dortmund denkt man zur besinnlichen Zeit ganz besonders groß. Schließlich haben wir schon seit Jahren den größten Weihnachtsbaum der Welt. Das reicht aber nicht! Jetzt fahren wir noch mit dem größten Adventskalender der Welt auf.

Dortmund – Wer am Donnerstag (10. November 2016) in der Dortmunder City unterwegs war, hat ihn vielleicht schon gesehen: den größten freistehenden Adventskalender der Welt! In der Kampstraße, direkt vor der Petrikirche, hat er sich breit gemacht – im wahrsten Sinne des Wortes.


Denn mit seinen Maßen ist er ein echter Koloss: Er ist gut 13 Meter hoch, 15 Meter breit, 6 Meter tief und hat ein Gewicht von 64 Tonnen (also 64.000 Kilogramm)! Insgesamt besteht der Adventskalender aus 30 20-Fuß-Containern. Der Aufbau am vergangenen Donnerstag hat um sieben Uhr angefangen und zwischen 14-15 Uhr waren alle Container aufgestapelt.

Ob es sich bei dem Dortmunder Adventskalender wirklich um den größte Adventskalender der Welt handelt, werden die Verantwortlichen vom „Guiness Buch der Rekorde“ bald übrigens überprüfen.

Für alle, die denken, dass der Adventskalender noch sehr industriell aussieht: Er soll noch geschmückt werden, zumindest das Podest.

Und bevor ihr euch darüber aufregt, dass „mit sowas“ eure Steuergelder verschwendet werden: Der Dortmunder Adventskalender geht auf privat-wirtschafliche Kosten der Veranstalter.

Jetzt steht er. Seit gestern ist der Dortmunder Weihnachtsmarkt um eine Attraktion reicher. Dank dem Dortmunder…

Posted by Kinderlachen e.V. on Freitag, 11. November 2016

Adventskalender mit Herz

Und man muss – wie auch schon zum Weihnachtsbaum – sagen: Schönheit ist hier wohl nicht alles. Manchmal kommt es eben doch auf die Größe an. Und auf die Message dahinter! Denn der Riesen-Kalender hat eine wirklich gute Botschaft. Vom 1. bis 23. Dezember 2016 wird allabendlich während eines Unterhaltungs­programms um 18 Uhr ein Türchen geöffnet, hinter dem sich eine gute Tat verbirgt. So zum Beispiel Stutenkerle oder Essen für Kindertages­stätten.

Und die Türchen hinter denen sich die guten Taten verstecken, öffnet natürlich niemand anderes als das Christkind persönlich. Außerdem gibt es 15 (mal mehr, mal weniger prominente) Botschafter. Wer das sein soll, bleibt erst einmal noch eine Überraschung.

„Es lohnt sich jeden Abend zu kommen“, verspricht Marc Peine von Kinderlachen e.V.

Der Kalender ist ein gemeinsames Projekt der Firma Bloedorn Container, des Vereins Kinderlachen und des Weihnachtsmarktes.

Und das sagen die Dortmunder über den Adventskalender

Anja, 30 Jahre, hat den Adventskalender als wir sie danach gefragt haben zum ersten Mal gesehen. Sie findet es ist eine gute Idee: „Das ist mal was anderes.“ Außerdem passt er ihrer Meinung nach zu Weihnachten und sei schön groß und auffällig. Mit ihren zwei Kindern (zehn und zwölf Jahre) wird Anja bestimmt einmal zum Türöffnen vorbeikommen.

Johannes, 28 Jahre, findet den Adventskalender schon wirkungsvoll. „Er fällt sofort auf“. Allerdings würde er sich wünschen, dass direkt am Kalender die Aktion beschrieben wird. Denn: „Bestimmt wollen viele Leute wissen, warum der große Kalender da steht.“

Nina, 20 Jahre, ist Erzieherin und findet es super, dass die Aktion Kindern zu Gute kommt. Aber gerade weil der Kalender für Kinder ist, könnte er bunter sein. „Man könnte ihn auch mit Motiven wie Weihnachtsmännern oder Engel verzieren.“

Björn, 29 Jahre, ist zwiegespalten. „Ich finde den Adventskalender einerseits sehr beeindruckend, aber andererseits auch ziemlich mit Werbung überladen.“ Schön fände er außerdem noch Weihnachtskugeln oder Lichterketten. „Aber das Konzept ist gut. Daumen hoch!“

Lena, 19 Jahre, findet, dass zu Weihnachten ein Adventskalender einfach dazu gehört. „Wenn Dortmund jetzt schon den größten Weihnachtsbaum hat, warum nicht auch den größten Adventskalender?“ Die Container erinnern Lena aber leider an eine Baustelle und auch, dass die Kirche ziemlich verdeckt wird, findet sie nicht so gut. „Aber sonst ist der Platz am Bahnhof gut, weil viele Menschen vorbeikommen.“

Marius, 28 Jahre, findet es gut, dass das Geld für einen guten Zweck verwendet wird. „Aber eigentlich mag ich den ganzen Kommerz rund um Weihnachten nicht.“ Seiner Meinung nach sollten die Menschen das Geld statt für Geschenke lieber für Spenden ausgeben. „Bei diesem Adventskalender ist das aber in Ordnung.“

Dortmund hat den Größten. Also Adventskalender. Und seit dem Aufbau am 10. November spaltet er die Gemüter. Wir haben mal nachgefragt, ob ihr die Riesen-Container Hui oder Pfui findet!

Posted by Dortmund24 on Dienstag, 15. November 2016

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