Donnerstag, 16. August 2018

Wer heute mit dem Fahrrad unterwegs war, hatte wahrscheinlich keinen großen Spaß dabei. Es war ungemütlich nass und dann waren auch noch viele Fahrradwege nicht benutzbar: durch die Laubhaufen, die sich darauf stapelten. Warum werden diese nicht früher weggeräumt?

Dortmund – Besonders schlimm ist die Situation zum Beispiel auf der Wittekindstraße und Kreuzstraße. Der gesamte Fahrradstreifen an der Straße ist mit Laub bedeckt. Für die Laubentfernung ist innerorts in Dortmund die EDG zuständig. Wie oft sie die Straßen reinigen muss, ist wiederum in der Straßenreinigungs- und Gebührensatzung geregelt. Die Vorgabe ist dabei mindestens einmal wöchentlich, bei vielen Straßen jedoch häufiger. Zum Beispiel muss sie die Wittekindstraße zweimal und die Kreuzstraße dreimal pro Woche reinigen.


Der gesamte breite Fahrradstreifen auf der Wittekindstraße ist voller Laub.
Der gesamte breite Fahrradstreifen auf der Wittekindstraße ist voller Laub. Foto: Sandra Schaftner/Dortmund24

Seit dem Wochenende keine Reinigung

Petra Hartmann, Pressesprecherin der EDG, bittet die Fahrradfahrer um Verständnis, dass das Laub am Sonntag nicht beseitigt wurde. Durch den Sturm am Wochenende sei der Laubfall besonders stark gewesen.

Doch offenbar ist das Laub auch nicht im Laufe des Montags (21. November 2016) beseitigt worden. Dass die Reinigung zeitweise lange dauert, kritisiert auch Werner Blanke, Vorsitzender des ADFC Dortmund. Er hat bereits eine Beschwerde an die Stadt geschickt. Ihm geht es nicht nur um das Laub auf den Wegen. Dieses verdecke zusätzlich die Abflüsse. „So steht das Wasser teilweise fünf Zentimeter hoch“, sagt er über den Zustand auf der Wittekindstraße. Laut der Pressesprecherin der Stadt, Heike Thelen, sind direkt beim Tiefbauamt jedoch bisher keine Beschwerden eingegangen.

Weil die Situation verbessert werden soll, arbeiten ADFC und Tiefbauamt im Agenda-Arbeitskreis Nachhaltige Mobilität zusammen. Dabei haben sie vor einigen Monaten einen Verbesserungsvorschlag ausgearbeitet, der derzeit von der EDG geprüft wird.

Was tun, wenn der Radweg voller Laub ist?

Werner Blanke, Vorsitzender des ADFC Dortmund, empfiehlt, auf der Kreuzstraße auf der Linie zwischen Fahhradweg und Fahrbahn zu fahren.
Werner Blanke, Vorsitzender des ADFC Dortmund, empfiehlt, auf der Kreuzstraße auf der Linie zwischen Fahhradweg und Fahrbahn zu fahren. Foto: Sandra Schaftner/Dortmund24

Blanke empfiehlt, auf die Straße auszuweichen, wenn der Fahrradweg wegen des Laubs unbenutzbar ist. Im Bereich der Wittekindstraße und Kreuzstraße könne man zum Beispiel direkt auf der weißen Linie fahren, die Radweg und Fahrbahn trennt. Dann sieht er auch keine große Gefahr für Fahrradfahrer. Den Gehweg dürfen Fahrradfahrer jedoch auch in solchen Situationen nicht benutzen – außer sie schieben.

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