Sonntag, 19. November 2017

Nach dem Fund von Pyrotechnik, Sturmhauben und Drogen in einem Bus mit Ultrafans von Borussia Dortmund hat das Dortmunder Amtsgericht einen 23-jährigen Mann jetzt zu einer Geldstrafe verurteilt.

Der bereits mehrfach wegen Fußballrandale vorbestrafte Angeklagte muss 3600 Euro (90 Tagessätze) zahlen. Die Polizei hatte den Bus, in dem der 23-Jährige mit anderen Ultra-Fans saß, im Februar 2017 auf der Fahrt zum Auswärtsspiel des BVB bei Darmstadt 98 auf der Autobahn bei Gießen gestoppt.

11. Februar 2017: POL-DA: Darmstadt: Frühzeitige Kontrolle im Vorfeld des Fußballspiels SV Darmstadt 98 gegen Borussia Dortmund / Pyrotechnik, Kampfsporthandschuhe, Sturmhauben und mehr sichergestellt. Foto: Polizei Südhessen
Im Vorfeld der Partie SV Darmstadt 98 gegen Borussia Dortmund fand die Polizei Pyrotechnik, Kampfsporthandschuhe, Sturmhauben und mehr in einem mit BVB-Hooligans gefüllten Bus. Foto: Polizei Südhessen

Der Angeklagte räumte ein, dass sechs der verbotenen pyrotechnischen Gegenstände ihm gehörten. Darüber hinaus gab er zu, eine Woche zuvor am Rande des Heimspiels gegen RB Leipzig einen Polizisten bedroht zu haben. Bei diesem Spiel hatten gewalttätige BVB-Anhänger zahlreiche Gästefans beworfen, geschlagen und getreten. Dass er sich auch an diesen Gewaltexzessen beteiligt hatte, konnte dem 23-Jährigen nicht nachgewiesen werden.

“Damit schadet man nur dem Verein.”

In der Verhandlung sagte der 23-Jährige, er wolle mit der Ultraszene nichts mehr zu tun haben und distanziere sich inzwischen von jeglicher Form von Gewalt. “Damit schadet man nur dem Verein.” Ein bundesweites Stadionverbot musste wegen der aktuellen Vorfälle nicht mehr verhängt werden. Der Dortmunder darf bereits seit Februar 2015 kein Spiel mehr live sehen. Warum er sich trotzdem mit der Pyrotechnik auf den Weg nach Darmstadt gemacht hatte, wollte er nicht sagen.

Kommentare

Anzeige