Sonntag, 22. April 2018

Über Dortmund nach Manchester: Geht es nach Usain Bolt, könnte der ehemalige Sprinter sich in etwa so seinen Wiedereinstieg ins Berufsleben vorstellen. Oder handelt es sich doch nur um einen billigen Marketing-Gag?

Weltrekord-Sprinter Usain Bolt setzt große Hoffnungen in ein Probetraining bei den Fußballprofis des BVB. Dort werde sich „entscheiden, was mit meiner Karriere wird“, sagte der achtmalige Olympiasieger im Interview der britischen Boulevard-Zeitung „Daily Express“.

Usain Bolt braucht Dortmund als Sprungbrett


Der 31-Jährige hatte zuvor erklärt, dass er eine Karriere als Fußball-Profi anstrebe, für die der BVB zu seinem Sprungbrett werden soll. „Wenn sie sagen, dass ich gut bin und ein bisschen Training brauche, werde ich damit weitermachen“, sagte Bolt.

Da stand er noch voll im Saft: Usain Bolt nach dem Lauf über 200 Meter in Peking im August 2015. Foto: dpa

Anschließend will der Jamaikaner jedoch für seinen Lieblingsclub spielen, den englischen Rekordmeister Manchester United. Dafür hofft er auch auf die Unterstützung eines ehemaligen Trainers der Red Devils. „Ich hab schon mit Alex Ferguson gesprochen und ihm gesagt, dass er ein gutes Wort für mich einlegen soll“, verriet Bolt. „Er hat gesagt, wenn ich fit und bereit bin, schaut er mal, was sich machen lässt.“ Bolt, der im Sommer sein letztes Rennen wegen einer Verletzung abbrechen musste, betonte, er sei wieder in Topform.

Nur eine billige Marketing-Aktion?

Wie ernst es Bolt mit der Karriere im Profi-Fußball meint, ist unklar. Erste Stimmen besagen, bei der Aktion könnte es sich um einen Marketing-Gag des Sportherstellers „Puma“ handeln. Denn: Sowohl Usain Bolt als auch der BVB stehen bei Puma unter Vertrag. Die Aktion wäre also eine gute Gelegenheit, den Sponsor ins Rampenlicht zu rücken.

Zwischen dem BVB und Bolt besteht übrigens schon seit längerer Zeit Kontakt, wie BVB-Boss Hans-Joachim Watzke bereits im November 2016 gegenüber dem Sportmagazin Kicker bestätigte. Ob die Aktion im März aber tatsächlich läuft, wie geplant, sei dahingestellt. BVB-Trainer Peter Stöger dürfte sich wohl nicht über den Medienrummel freuen, sollte es beim BVB im Zeitraum des Besuches kriseln.

Holt Sir Alex Ferguson Usain Bolt nach Manchester? Kling eher nach einer billigen Marketing-Aktion. Foto: dpa

Seinen „Berufseinstieg“ bei den Borussen hat der Jamaikaner jedenfalls schon für den kommenden März geplant. BVB-Marketingdirektor Carsten Cramer sagte am Montag im Trainingslager der Dortmunder in Spanien allerdings, das geplante Probetraining sei „noch nicht terminiert“. (mit dpa-Material)

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