Samstag, 26. Mai 2018

Das Festi Ramazan findet in diesem Jahr nicht zwischen BVB-Stadion und Westfalenpark statt. Das hat die Bezirksvertretung Innenstadt-Ost am Dienstagnachmittag (24. April) nach geheimer Wahl beschlossen.

Mit nur fünf Ja-Stimmen und zwölf Nein-Stimmen (keine Enthaltung) hat die Bezirksverwaltung das große Volksfest überraschend deutlich abgelehnt. Damit gibt es kaum noch eine Möglichkeit, dass das Fest in diesem Jahr in Dortmund stattfinden kann.


Im vergangenen Jahr fand das Ramazan-Fest außerplanmäßig auf dem Fredenbaumplatz statt, davor auf dem Parkplatz der Westfalenhallen. Anwohner hatten sich jedoch über Müll und Lärm rund um das laut Veranstalter größte Ramazan-Fest in Europa beschwert.

Veranstalter Patrick Arens hatte zuvor in der Beratung zugegeben, dass beim ersten Festi Ramazan 2013 an dieser Stelle nicht alles glatt gelaufen sei. Jetzt sei aber ein ganz neues Konzept entwickelt worden: „Wir machen ein fest für die Menschen und nicht gegen die Menschen“, sagte er. Es sollte auch nur in diesem Jahr auf den Parkplätzen E1 und E2 stattfinden – bis der Platz vor den Westfalenhallen wieder frei ist.

Hier sollte das Festi Ramazan stattfinden

Überzeugen konnte das aber nur eine Minderheit im Gremium. Während die Fraktion der Grünen das Fest befürwortete, hatten andere Lokalpolitiker Bedenken wegen der Dauer der Veranstaltung. Und: Es war ja bereits zuvor schief gegangen. Joachim Werner Hoefer (FDP/KE) sagte, er sei dem Wohl der Anwohner verpflichtet. Ein Fest dieser Lautstärke und Dauer sei ihnen nicht zuzumuten: „Das ist Körperverletzung.“

Veranstalter zeigt sich überrascht

Damit hielten die Politiker an ihrer Entscheidung von 2013 fest. Damals hatte die Bezirksvertretung festgelegt, keine Veranstaltungen mehr auf dem Gelände zu erlauben, die die Lebensqualität der Anwohner einschränken. Diesen Beschluss haben sie am Abend erneuert.

Zuvor hatten mehrere Anwohner in der Sitzung der Bezirksvertretung ihrem Unmut Luft gemacht. Sie hatten auf die Sperrung der Ardeystraße wegen Bauarbeiten hingewiesen und eine Liste mit Unterschriften gegen die Veranstaltung überreicht.

Veranstalter Arens zeigte sich zerknirscht: „Ich habe nicht damit gerechnet, dass es so ausgeht“, sagte er nach der Abstimmung. Wie es nun weitergehe sei unklar. Geplant war die siebte Auflage des Fests vom 16. Mai bis 17. Juni.

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