Sonntag, 24. Juni 2018

Dortmund ist im Beautyrausch! Ganz Dortmund? Nein, eigentlich nur die Menschen in den Westfalenhallen 3 und 4. Sie feierten am Wochenende ihre Schönheit auf der „Glow“. Insgesamt wurden etwa 16.000 Tickets ausgegeben. Und das bedeutete für die Gäste vor allem eins: Schlange stehen. 

Eins ist klar. Ein Stand ohne Glücksrad ist kein richtiger Stand. Das scheinen sich zumindest die Gäste zu denken, denn sie scharen sich um die Spiele. Laura Rath vom Dortmunder Beauty-Label „Hej Organic“ erzählt uns sogar, dass sie am Samstag extra noch ein Glücksrad besorgen mussten. Dementsprechend gut ist der Zulauf dann aber am Sonntag (11. März).


Der Stand von Hej Organic aus Dortmund auf der Glow. Fotos: Bianca Hoffmann/Dortmund24

Für die Dortmunder war die Teilnahme Ehrensache. Schließlich haben sie hier absoluten Heimvorteil. „Für uns war das gar keine Frage, hier mitzumachen“, sagt Laura Rath. Die Vorbereitungen seien zwar sehr anstrengend gewesen, das habe sich aber schon jetzt ausgezahlt. Und dann muss sie auch schon weiter machen, die Schlange wird wieder länger.

Dortmunder Schmuckdesignerin beweist sich gegen große Marken

Clara Himmel hat ebenfalls Heimvorteil. Die Dortmunder Schmuckdesignerin freut sich total, dass sie ihre Produkte auf der Glow zeigen kann. „Wir sind ja eigentlich eine Manufaktur. Ich denke mal, dass die Organisatoren uns angesprochen haben, weil wir noch mal einen eigenen Mehrwert herbringen“, sagt die Designerin.

Clara Himmel auf der Glow. Foto: Bianca Hoffmann/Dortmund24

Die Konkurrenz ist allerdings groß. Ob Schminke oder Pflege für Haut und Haare – so gut wie jede große Marke bietet seine Produkte an. Für die Besucher lohnt sich das. Denn fast überall gibt es etwas umsonst. Das geht sogar soweit, dass Einige mit einem kleinen Koffer angereist sind, in dem sie ihre gewonnen Schätze verstauen.

Auf der Jagd nach Goodies

Die „unterste“ Stufe bei allen Marken ist ein Beutel. Den gibt es eigentlich immer gratis. Mal lässig als Turnbeutel, mal als angesagte Holo-Bag im Metallic-Look. Für jeden Geschmack ist das Richtige dabei. Stufe Zwei sind die Produktproben. Einige Milliliter von diesem neuen Shampoo oder von der neuen Creme – die Proben lassen sich ja auch gut im neugewonnenen Beutel verstauen.

Wer mag, kann sich auch kreativ betätigen. Blumenkränze binden, Armbänder basteln oder Beutel bedrucken – an verschiedenen Stationen wird den Frauen (und vereinzelt auch den Männern) alles Mögliche geboten.

Basteln auf der Beautymesse – warum nicht? Foto: Bianca Hoffmann/Dortmund24

Die Königsdisziplin sind dann Produkte in der Full-Size-Größe. Ein Duschgel hier, ein Nagellack da – die Aussteller haben die Spendierhosen an. Und die Währung für die Produkte? Na klar, das Schlange stehen. Und das haben die „Beautys“, wie die Frauen hier genannt werden, perfektioniert. Schlechte Laune hat deswegen übrigens niemand – außer es drängelt sich jemand vor.

Nur eine Schlange von vielen auf der Glow in den Westfalenhallen. Foto: Bianca Hoffmann/Dortmund24

Die Frauen auf der Glow sind Profis im Schlange stehen

Da sind zum Beispiel Elisa (25) und Sarah (27). „Das ist jetzt unsere erste Schlange für heute“, sagt Elisa. Die beiden sind extra aus Belgien angereist, um die Messe zu besuchen. Bei Instagram sind sie auf die Glow aufmerksam geworden. Sie freuen sich vor allem auf die Influencer Ana Johnson und Carmushka.

Glow 2018 Westfalenhallen Dortmund Fotos: Bianca Hoffmann/Dortmund24
Foto: Bianca Hoffmann/Dortmund24

Michelle (24) aus Hamm und Mirella (23) aus Bergkamen sind da schon ein bisschen weiter. Die Schlange des Standes Miss Sophies ist ihre fünfte heute. „Ich finde es sehr gut hier“, sagt Michelle, „man kann viele Sachen testen und sich anschauen, das ist toll.“

Foto: Bianca Hoffmann/Dortmund24

Und auch echte Dortmunderinnen stehen Schlange. Und zwar schon zum dritten Mal heute. Jeanette (25) und Jennifer (26) finden: Es ist zu voll und es sind zu viele Kinder da. Aber: „Wir interessieren uns für die Produkte und die Marken“, erzählt Jeanette.

Fotos: Bianca Hoffmann/Dortmund24

Eileen (22) und Leoni (21) sind aus Bielefeld angereist. Den beiden gefällt vor allem die Vielfalt auf der Glow. „Es gibt so viele unterschiedliche Sachen und das ist toll“, sagt Leoni. Die beiden stehen schon in der vierten Schlange an. Vor allem die Fotoecken und Aktionen haben es den beiden angetan.

Fotos: Bianca Hoffmann/Dortmund24

Die Dortmunderin Alina (31) findet es ein bisschen zu voll auf der Messe. „Wir standen schon viel an, haben bisher hauptsächlich Beutel bekommen“, sagt sie. Ihre Freundin Katrin (31) hatte sich vor allem auf viele Goodies gefreut. Aber vielleicht wird es in der nächsten Schlange etwas – es ist schon die achte der beiden!

Fotos: Bianca Hoffmann/Dortmund24

Influencer machen die Messe komplett

Die Zielgruppe der Glow liegt vor allem bei Frauen, die beauty-affin, jung und aktiv in den sozialen Netzwerken sind. Während die „älteren“ Frauen zwischen 20 und 35 eher wegen der Produkte da sind, sind die ganz jungen vor allem für ihre Stars gekommen. Ob Youtuber oder Instagramer – die Organisatoren haben sie alle eingeladen.

Das sorgt für lautes Gekreische am Pink Carpet. Hier können die Besucherinnen ihre Stars wie die niederländische Make-Up-Queen Nikkietutorials oder aber den Youtuber Marvin Magnificient kennenlernen. Dafür gibt es auf der Messe sogar einen eigenen Meet and Greet Bereich.

Nikkietutorials auf der Glow. Fotos: Bianca Hoffmann/Dortmund24

Marvin Magnificient macht Fotos mit seinen Fans. Fotos: Bianca Hoffmann/Dortmund24

Ob die Glow noch einmal nach Dortmund zurückkehrt, ist noch nicht klar. Die Messe tourt durch ganz Deutschland. Den Veranstaltern hat es aber gut gefallen. Sie schätzen vor allem den Humor im Pott und natürlich die schönen Frauen.

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