Montag, 16. Juli 2018

Erst 2016 haben die ersten Filialen von Black.de eröffnet, dem „ersten legalen Schwarzmarkt in deiner Stadt“. Vier davon gab es zwischenzeitlich in Dortmund. In Dorstfeld wird jetzt die erste Filiale schon wieder geschlossen. Was steckt dahinter?

Black.de wurde als Ableger von Tedi gegründet. Bald ist der Laden voll und ganz Tedi. Die Filialen werden laut Angaben des Unternehmens vollständig umbenannt und umgebaut. Die schwarzen Regale werden blau, das Sortiment angepasst und der „Schwarzmarkt“-Werbespruch gehört der Vergangenheit an.

Vier Black.de-Filialen in Dortmund betroffen


In Dortmund wird derzeit schon die erste Filiale in Dorstfeld umgebaut. Auf Anfrage unserer Redaktion teilte Tedi mit, dass der umgebaute Tedi in Dorstfeld voraussichtlich am 3. Februar eröffnen wird. Insgesamt geht es 50 Black.de-Läden in Deutschland an den Kragen. In Dortmund sind die vier Läden in Dorstfeld, Brackel, Scharnhorst und Hombruch betroffen.

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Lange wird der Black.de-Laden in Brackel nicht mehr geöffnet sein. Foto: Felix Huesmann/Dortmund24

Aber warum gibt Tedi das Konzept des schwarzen Ladens wieder auf? Dazu schreibt Tedi in einer Pressemitteilung: „Das Konzept [von Black.de, Anmerkung der Redaktion] wurde von den Kunden von Anfang an positiv angenommen.“ Black.de habe vor allem in Bezug auf Kundenansprache, Filialgestaltung und Sortimentsauswahl neue Akzente und Maßstäbe gesetzt. „In Anbetracht des Erfolges hat TEDi die Chance ergriffen, die elementaren Bausteine des Konzeptes für die eigene Unternehmensentwicklung zu übernehmen und das Beste aus beiden Konzepten zu vereinen.“ Durch Black.de solle TEDi noch schneller, besser und vielfältiger werden.

Junges und witziges Black.de

Die Merkmale von Black.de sollen also neuen Schwung in das Tedi-Konzept bringen. Dortmund24 hat sich im vergangenen Februar mal die Black.de- und die Tedi-Filiale in Brackel genauer angeschaut. Black.de sollte in seinem Auftritt jünger und witziger sein als Tedi. Daher auch der Unternehmensspruch „Der erste legale Schwarzmarkt in deiner Stadt“. Auch das Sortiment ist in den schwarzen Läden etwas anders als beim blauen großen Bruder. Black.de hat anders als Tedi auch Fahrrad-Zubehör, eine große Auswahl an Drogerie-Artikeln und elektronische Geräte. Der Laden kommt nicht so billig rüber wie Tedi – was unter anderem auch am geringeren Plastikgeruch im Laden liegt.

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So sieht es in einem Black.de-Laden in Brackel aus. Foto: Felix Huesmann/Dortmund24

Auch Xenos wird zu Tedi

Obwohl Tedi in seiner Pressemitteilung selbst vom Erfolg von Black.de spricht, entscheidet sich das Unternehmen für noch mehr blau-gelbe Filialen. Es will Deutschland geradezu damit überschwemmen. Zumindest sehen die bisher vorgestellten Planungen so aus. Erst Ende Dezember wurde bekannt, dass Tedi die Billig-Kette Xenos übernehmen wird. Bei Xenos am Westenhellweg läuft gerade der Ausverkauf, um Platz für Tedi zu machen.

Insgesamt will Tedi die Zahl seiner Filialen von derzeit 1600 in Europa auf 5000 erhöhen. Laut Angaben des Unternehmens sollen pro Geschäftsjahr 150 Filialen dazukommen. In Dortmund gibt es derzeit rund 20 Tedi-Filialen. Und es sieht so aus, als ob es 2018 noch mehr werden.

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