Samstag, 18. August 2018

Dortmund hat einen neuen TV-Sender – Internet-TV besser gesagt. Er heißt MyTide-TV und soll als Sprachrohr für Jugendliche sowie junge Erwachsene mit und ohne Wurzeln in Afrika. Gesendet wird aus einem kleinen Studio in Dorstfeld.

Seit Freitag (25. Mai) hat Dortmund einen neuen TV-Sender im Internet. Die Macher wollen mit MyTide-TV vor allem Menschen mit afrikanischen Wurzeln mit Informationen versorgen. Die Videoplattform soll eine Alternative zu „herkömmlichen Informations- sowie Kommunikationsplattformen“ in NRW dienen, wie es auf der Homepage heißt.

Auch deutschsprachige Videos


Im Programm des spendenfinanzierten Senders gibt es aktuell deutschsprachige Videos, die Ghana, die Elfenbeinküste, Kamerun und Nigeria im Profil dem Zuschauer näher bringen sollen.

Ein deutsch-afrikanisches Internet-Fernsehen geht am Freitag (25.05.2018) online: mytide.tv. Die Sendungen und Videos kommen aus einem Dortmunder Fernsehstudio. Screenshot: Daniele Giustolisi/Dortmund24 via mytide.tv
Auf MyTid-TV gibt es unter anderem Videos in deutscher Sprache, die dem Zuschauer Länder wie Ghana näher bringen sollen. Screenshot: Daniele Giustolisi/Dortmund24 via mytide.tv

Außerdem gibt es eine Art Nachrichtenformat mit dem Titel „Migration Today“, in dem es zum Beispiel um die Versklavung von afrikanischen Flüchtlingen in Libyen geht, oder um das Thema Migration im Allgemeinen. Außerdem will der Sender künftig Buch- und Filmrezensionen anbieten. Unter dem Menüpunkt „It’s a womans world“ geht es zudem um die Rolle der Frau in Afrika und um das Thema Gleichberechtigung. Die Videos sind in englischer Sprache. Ein Moderator stellt die verschiedenen Themen im Studio vor. Künftig soll es auch Live-Übertragungen geben.

Registrierung für MyTide-TV ist nötig

Einziger Wehrmutstropfen: Um sich die Videos anzusehen, muss man sich erst auf der Homepage des Senders registrieren.

Die Videos von MyTide-TV entstehen übrigens in einem kleinen Studio in Dorstfeld. Fernsehtechniker und Kameramann Jörg Roßmannek hilft bei der Produktion.

Info: Hinter dem neu gestarteten Sender steckt der 2010 gegründete Verein „AfricanTide“, der sich in erster Linie um die Integration von Migranten aus Afrika kümmert. Als Bildungsträger entwickelt „AfricanTide“ zum Beispiel Weiterbildungsprogramme für Menschen mit Migrationshintergrund. Ein Ziel ist es auch, die ursprüngliche Identität der Migranten zu erhalten. 

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