Donnerstag, 19. Oktober 2017

Die Polizei Dortmund hat am Dienstagnachmittag (10. Oktober) in der Dortmunder Innenstadt einen Mann festgenommen, der Betäubungsmittel und eine Schreckschusswaffe mit sich trug.

Eine Zeugin hatte den Mann ursprünglich gemeldet, weil er vor der Filiale einer Bäckerei in der Nähe der Reinoldikirche offenbar Betäubungsmittel konsumierte und sich nach Aufforderung der Mitarbeiterin nicht entfernen wollte.

Als die Polizeibeamten vor Ort eintrafen, zeigte sich der 61-Jährige ihnen gegenüber ähnlich unkooperativ wie der Melderin. Nachdem er sich weigerte, sich auszuweisen, durchsuchten die Beamten ihn. Dabei fanden sie in seiner Jacke bereits Betäubungsmittel.

Tritte gegen Polizeibeamte

Um seine Identität zu klären und ihn nach möglichen weiteren Betäubungsmitteln zu durchsuchen, sollte der Mann im Streifenwagen den Weg zur nächstgelegenen Wache antreten. Dies wiederum sah er gar nicht ein und leistete Widerstand gegen seine Festnahme. Unter anderem versuchte er mehrmals, die eingesetzten Beamten zu treten. Dabei rutschte dem Dortmunder auch noch eine sogenannte PTB-Waffe, eine Schreckschusswaffe, aus der Kleidung, die sichergestellt wurde.

Nachdem sie ihn trotz Widerstands fixiert hatten, brachten die Polizisten den 61-Jährigen in Polizeigewahrsam. Bei der Durchsuchung seiner Kleidung und seiner Tasche fanden fanden sie unter anderem nicht geringe Mengen von mutmaßlichem Cannabis sowie einen mittleren vierstelligen Bargeldbetrag in dealertypischer Stückelung.

Weil nicht auszuschließen war, dass er in seiner Wohnung weitere Betäubungsmittel aufbewahrt, wurde diese anschließend auf Anordnung eines Richters durchsucht. Auch hier fanden die Beamten weiteres mutmaßliches Cannabis sowie eine Armbrust und stellten auch diese Gegenstände sicher.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen musste der 61-Jährige aufgrund mangelnder Haftgründe entlassen werden. Die Ermittlungen dauern an.

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