Dienstag, 23. Januar 2018

Erfolg für die Polizei in Dortmund: Am Montag (11. Dezember) haben die Beamten eine Einbrecherbande festgenommen. Die acht Personen aus Südosteuropa sollen für 24 Einbrüche in der Region, davon neun in Dortmund, verantwortlich sein.

Den Durchbruch brachte der Hinweis eines Zeugen. Er hatte die Beamten nach einer Einbruchsserie in Schüren im September auf einen auffälligen Rucksack eines Tatverdächtigen hingewiesen. Bereits im Oktober gab es eine erste Festnahme. Nach weiteren Ermittlungen fanden die Polizisten bei Durchsuchungen von zwei Wohnungen in Körne sowie einer Gaststätte in der Innenstadt jetzt Werkzeuge und Diebesgut, die den Einbrüchen zugeordnet werden können. Das teilen Polizei und Staatsanwaltschaft in einer Pressemitteilung mit.

Unter anderem war die Einbrecherbande in Wohnungen in Bielefeld, Vlotho, Minden, Solingen, kamen und Unna eingedrungen. Insgesamt rechnen die Beamten den Männern 24 Einbrüche in der ganzen Region zu.

Polizeipräsident Lange zufrieden

Organisierte Einbrecherstrukturen seien im Keim erstickt worden, sagt Polizeipräsident Gregor Lange nach dem Erfolg der Ermittlungskommission “Luise”. Einige der Täter seien erst vor wenigen Wochen nach Deutschland gekommen. “Diese Täter hätten definitiv weitergemacht und ihre Strukturen noch optimiert”, sagte Lange.

Fünf Männer im Alter von 17 bis 39 jahren seien in Untersuchungshaft gekommen, da sie dringend tatverdächtig sind, an den Einbrüchen beteiligt gewesen zu sein. Zwei davon waren polizeibekannt. Drei der Männer würden sich unerlaubt in Deutschland aufhalten. Eine Abschiebung werde daher gesprüft.

Schmuck, Münzen und Laptops gestohlen

Einen großen Teil des Diebesguts konnten die Beamten einzelnen Einbrüchen zuordnen. Darunter war unter anderem Schmuck, Münzen, Laptops und Handys. Zudem fanden die Beamten eine Schreckschusswaffe und rund 200 Gramm Kokain. Den durch die Einbrüche entstanden Schaden schätzen die Beamten auf eine sechsstellige Summe.

 

Zahl der Einbrüche gesunken
Wie die Polizei mitteilt, ist die Zahl der Einbrüche in 2016 (Januar bis November) auf 2643 gesunken. Das Fünfjahreshoch lag 2015 noch bei 3082 Fällen im gleichen Zeitraum. Die Aufklärungsquote liege bei 16 Prozent – das sei der höchste Wert seit 2012.

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