Sonntag, 20. August 2017

Wer mit dem Rad unterwegs ist, muss nicht länger auf die eigene Muskelkraft setzen. Das hat auch die Post erkannt und schickt ihre Mitarbeiter mit dem E-Bike zum Briefe austragen. In Dortmund sind 132 Postboten so auf ihrer Tour unterwegs.

Die Fahrradflotte der Post in ganz Deutschland ist riesig. 24.900 Räder sind jeden Tag unterwegs. Und natürlich verschließt das Unternehmen sich nicht dem neuesten Schrei – den E-Bikes. Inzwischen besitzt die Post 10.500, also fast die Hälfte der gesamten Flotte.

In Dortmund bringen täglich über 195 Zusteller ihren Kunden die Post auf zwei Rädern, davon über 132 mit E-Bikes und E-Trikes. Von montags bis samstags und bei jedem Wetter legen die Postboten eine Strecke von rund 1.200.000 Kilometern pro Jahr zurück. Theoretisch haben sie damit über 29 Mal die Erde umrundet!

Tochterunternehmen entwickelt Elektrofahrzeuge

Um dem Bedarf an elektrischen Fahrzeugen im weitesten Sinne gerecht zu werden, hat die Post sogar ein Tochterunternehmen, das sich ausschließlich damit beschäftigt, die Briefe umweltfreundlich zuzustellen. StreetScooter aus Aachen hat unter anderem zwei Elektroautos entwickelt.

Außerdem die so genannten Pedelecs. Die fahren entweder auf zwei oder drei Rädern bis zu 25 km/h schnell. Im Stadtbereich eine unerlässliche Hilfe für die Briefträger. Wie auch bei den „normalen“ Lastenrädern der Post werden die Briefe durch eine abschließbare Abdeckung vor Wind, Wetter und natürlich Dieben geschützt.

Post soll „grün“ werden

Mittelfristig will der Konzern seine gesamte Zustellflotte durch Elektrofahrzeuge ersetzen. Neben den Pedelecs sind derzeit rund 3.000 Elektrofahrzeuge des Typs StreetScooter Work/L im Einsatz.

Die E-Mobilitäts-Offensive ist Teil des ambitionierten Umweltprogramms GoGreen der Post, in dessen Rahmen der Konzern bis 2050 alle logistikbezogenen Emissionen netto auf null reduzieren möchte. Bedeutet also: Briefe, Päckchen und Pakete gibt es demnächst mit einem guten Umweltgewissen.

Eines der vier Teilziele auf dem Weg dahin ist, bis 2025 auf lokaler Ebene die Lebensqualität der Menschen durch saubere Transportlösungen zu verbessern. Dazu will der Konzern seine eigene Abholung und Zustellung zu 70 Prozent auf saubere Lösungen, beispielsweise mit dem Rad oder mit Elektrofahrzeugen, umstellen.

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